Robot IIa


Robot IIa Geschichte; Neuerungen beim Modell IIa, Merkmale; Varianten

1943 während der alliierten Bombenangriffen auf Deutschland wurde aus Vorsicht die Produktion von Robot  von Düsseldorf nach Großschönau in Sachsen verlegt.Dort ging die Produktion nahtlos weiter.

Beim späteren Vormarsch der russischen Armee sollten Maschinen und Teile sowie fertige Kameras wiederum verlegt werden.Alles wurde auf Güterwagen verladen.Der Zug musste aus bahntechnischen Gründen über Tschechien laufen. Anscheinend ging der Großteil der Fracht dort durch den weiteren Vormarsch der Russen verloren.Nach Ende des Weltkrieges konnte Berning zwar am alten Standorte Düsseldorf in nahezu unbeschädigten Räumen,aber ohne Maschinen und Unterlagen wieder anfangen.

Nach 1945 wurde wieder mit der Produktion der Robot II.begonnen.

1951 kommt die Robot II a heraus, eine modernisierte Robot II. Die Robot IIa hatte nun einem Zubehörschuh , einen Blitzanschluss für Kolben oder Elektronenblitz.Der Blitzanschluss,entsprechend ab Werk eingerichtet,konnte auch zusammen mit dem Magnetauslöser eine Serienschaltung steuern.Die wichtigste Änderung betraf die Möglichkeit eine Kleinbildpatrone an Stelle der Robot Kassette zu verwenden.Für die Freaks der Meterware gab es aber gleich wieder ein besonderes Spulenlager. damit die T Kassette weiterhin verwendet werden konnte. Filmrückspulung  und integrierter Entfernungsmesser fehlen weiterhin.

Neuerungen der Robot II a gegenüber der Robot II

·      Kleinbildfilmpatrone kann sofort in das Gehäuse eingelegt werden und wird dann wie gehabt in der N-Kassette aufgewickelt. Zuerst muss das Federwerk gesperrt werden. Dann im Dunkeln (unter einer Decke, verwenden einer Filmwechseltasche oder in der Dunkelkammer)muss das Filmfach geöffnet und die beiden Filmpatronen herausgenommen werden. Durch drehen des Zapfen am oberen Ende der Kleinbildfilmpatrone wird der Film nun mühsam wieder aus der T-Kassette in die Kleinbildpatrone gewickelt. Mühsam deswegen weil er ohne richtige Führung zum verhaken neigt .Nun kann der Film  im Fotoladen abgegeben werden.Man könnte aber auch das schon vom Robot II bekannte Filmrückspulgerät verwenden.

·      Aber auch die Möglichkeit Filmmeterware weiter zu verarbeiten ist durch eine Halterung mit der Größe der Kleinbildfilmpatrone gegeben.Die T-Kassette wird in diese Halterung eingelegt. Alles weitere funktioniert wie bei der Robot II.

·      Der Zubehörschuh ist zum Standard geworden er zählt nicht mehr zumZubehör mehr wie bei der Robot II

·      Der Winkelsucher ist geblieben

·      Zum ersten mal bei Robot gibt es Ösen für das Befestigen eines Kameragurtes,wenn auch nur als Sonderausrüstung bei wenigen Exemplaren.

·      Als Besonderheit für den heutigen Sammler gab es ein paar,eventuell je10 Exemplare des Robot IIa in farbiger,Weinrot, Tannengrün und Elfenbein, Belederung.
Ein paar IIa mit weißer Belederung und weißem Lack waren für medizinische Zwecke gedacht.Dieses rare Sondermodell ist auf einem Werksfoto gut erkennbar.

·      2x Blitzkontakt für die Kolbenblitze und für die neuartigen Elektronenblitzgeräte

Vor der Seriennummer steht der Buchstabe „ C“

·      Glatte Filmebene keine Radien mehr die vorstehen unter dem Aufzugsknopf

 

Merkmale der Robot IIa

·      Winkelsucher

·      Blitzschuh

·      Zwei Blitzanschlüsse

·      „C“ vor der Seriennummer.

·      Robot Germany Schild

·      Geschraubte Stativbuchse

·      Platz für Kleinbildpatrone

·      Auch bunte Varianten möglich

·      24er und 48er Aufzug waren erhältlich.

 

Mir bekannte Varianten der Robot II a

·      Robot II a 24 er Aufzug Chrom    

·      Robot II a 48 er Aufzug Chrom

·      Robot II a EA 24 er Aufzug schwarz ohne Sucher mit Außenbajonett          

·      Robot II a EB 48 er Aufzug schwarz ohne Sucher

·      Robot II a Sondermodel weiß für medizinische Zwecke

·      Robot II a Sondermodel Elfenbein „Luxus“

·      Robot II a Sondermodel dunkelgrün

·      Robot II a Sondermodel weinrot

Text 

Christoph Blau & Dr. Beltermann

 

Robot IIa Sonderausführung mit Ösen 1953

Robot II a Sondermodel dunkelgrün 1951

Robot IIa Sondermodell weinrot 1951

Robot II a in weiss 1949

© Christoph Blau 2013