Robot II

Robot II

Als die Entwicklung der Robot II im Jahr 1938 abgeschlossen war verließ H.Kilfitt die Firma. Die Neue Firma wurde nun in Robot Berning & Co mit gleichzeitig einer neuen Fabrikationsstätte die in Düsseldorf die auch im Hauptsitz wurde.

Später sollte H.Kilfitt noch mehrere Unterlassungsklagen von der Firma Robot  bekommen, weil er die Robot II leicht verändert nachbaute.

Erkennbar sind diese H.Kilfitt Robot II an

·      Der Verschluss des Filmfachdecks ist auf der anderen Seite und anders ausgeführt

·      Der Auslöseknopf ist massiv und ohne Gewinde für den Drahtauslöser

·      Die beiden Rundungen auf der Filmebene unterhalb des Aufzugs entfallen

·      Umschaltbare Suchermaske

·      Nur 24er Aufzug

Hauptänderungen an der Robot II

·      Der Auslösesperrknopf ist nun in de Gehäusedeckel integriert. Das Federwerk wird durch betätigen ein Schieber gesperrt.

·      Das Zählwerk geht nun bis 55

·      Als Filmkassetten halten nun zwei verschiedene Kassetten eine T und eine N Kassette Einzug. In Filmfach. Zu dieser Zeit wird immer noch der Film als Meterware verkauft. Dieser muss in der Dunkelkammer in die T_Kassette eingespult werden. Mit herauskommen der ersten Kleinbildfilmpatronen muss auch Robot bei ihrer nächsten Version der 2 A Platz für die Kleinbildfilmpatrone schaffen. Jetzt wird das Problem so gelöst das man als Zubehör ein Umspulgerät aus Bakelit anbietet. Die T-Kassette kann man jetzt bei Tageslicht mit Film bestücken.

·      Der Winkelsucher ist im Gehäusedeckel integriert worden und ist nicht mehr drehbar dafür umschaltbar

·      Der Seitensucher ist bei den ersten Robot II noch blau eingefärbt von außen erkennbar an der Rändellung um den Sucher. Optisch war dieses Konzept um ein Eindruck einem S&W Bild zu bekommen bei schlechtem Wetter zu dunkel. Das aufkommen des Farbfilms tat ein weiteres dazu bei diese Einfärbung  des Seitensuchers fallen zu lassen.

·      Die Markierung für die Filmebene kam hinzu zwei Varianten Pfeil mit Strich oder Kreis mit Strich.

·      Das Gewinde M26 x1 wurde spätestens mit der Nachkriegsversion au 26 x 1 umgestellt. Vorteil schnelleres Aufschrauben größer Schutz bei schmutz und Beschädigung des Gewindes. Die ersten Robot II besitzen jedoch noch die O auf dem Aufschraubring für die Markierung M26x0,75.

·      Bei der Robot II die durch das Militär wurden bei der  LW sind nun 48 Aufnahmen hintereinander möglich. Dafür werden zwei Federwerke übereinander verbaut und zusammen gekoppelt von außen erkennbar am hohen Aufzug

·      Auch sind die Militärkameras der LW (schwarz lackiert) minimal kleiner. Kann daran liegen das es sich hierbei um normales Stahlblech handelt. Zu Korrosionsschutz wurde die Kamera schwarz lackiert. Handelte es sich hierbei um Gewichts-, Kostenersparnis oder  war einfach da Kriegszeit kein V2a Blech mehr von Krupp zur Verfügung. Es darf spekuliert werden. Bitte nicht mit Nachkriegskameras verwechseln die auch Schwarz lackiert sind sie sind auch grösser Hauptmerkmal die angeschraubte Stativbuchse  Sie ist aber erstaunlicherweise so groß wie ein V2A Version

·      Die Möglichkeit Zubehör zu befestigen ist nun vorhanden durch Zwei Gewinde auf dem Gehäusedeckel. Damit kann Sonderzubehör wie Zubehörschuh, Suchermasken ,Austeckblitz & Aufstecksucher angebracht werden

·      Dazu kommt noch eine Entfernungsmesser der nur 1 Jahr in 2 Varianten gebaut wurde (1951) .Er war eine Fehlkonstruktion. Er sollte einen Ausgleich zur Kodak Retina ,King Regula, Agfa Karat 36 und vorallem der Leica bringen die alle einen eingebauten Entfernungsmesser besitzen.

Aber passt das wirklich wenn das eigene Produkt auf Schnelligkeit ausgelegt.

Leider konnte das nicht heraus gefunden werden die Robot III die schon vor dem Krieg entwickelt worden war (eine kompakte Robot II mit Entfernungsmesser ) sollte nie den Prototypen verlassen. Leider folgte nach dem Krieg später nur die gegenüber der Robot II eine große und schwere Royal mit Entfernungsmesser.

Wenn man die Erfolgsstory der kompakten M Leica denkt und immer noch produziert. Die M Leica war zur selben Zeit wie die Royal auf dem Markt was wäre aus einer noch kompakteren schnelleren Robot III mit Vorteil des Rotationsverschlusses & Federwerkes  geworden????

·      Der Blitzkontakt hält Einzug für Magnesiumlampen. Jetzt kommen die Vorzüge des Rotationsverschlusses in Spiel. Nein nicht nur Erschütterungsfrei er lässt auch die Blitzsynchronisation ist bei allen Zeiten möglich da er während der ganzen Zeit voll geöffnet ist.

Dies ermöglich das die Kamera Jahre lang vom Konzept her unverändert bliebt.

Durch diese Möglichkeit wurde sie allerdings viel später in der Verkehrssicherheit eingesetzt. Die so geliebten Blitzer und Starrenkästen waren und sind mit Robot Kamers ausgestattet.

·      Neue Belichtungszeit gegenüber der Robot I 2s bis 1/500s

·      Kein einschwenkbarer gelbgrün Filter mehr

·      Die Robot II ist in der Größe zur 1 gewachsen in der Höhe

·      Lange Verschlussleiste

·      Zum Objektiv mittige Stativ Buchse

·      Seriennummer B vor Seriennummer ohne Zahl  mit Minus abgetrennte Zahl   Zivil

                                B vor Seriennummer und eine Zahl mit Minus abgetrennte Armee

                                F vor Seriennummer und eine Zahleine Zahl mit Minus abgetrennte LW

Erkennung der einzelnen Robot II Varianten

1.  Kilfitt Varianten

a.     Der Verschluss des Filmfachdecks ist auf der anderen Seite und anders ausgeführt

b.     Der Auslöseknopf ist massiv und ohne Gewinde für den Drahtauslöser

c.      Die beiden Rundungen auf der Filmebene unterhalb des Aufzugs entfallen

d.     Umschaltbare Suchermaske

e.     Nur 24er Aufzug

 

2.  Zivil

a.     Nur B vor Seriennummer und hinter der Seriennummer keine Zahl

b.     Möglichkeit als Chrom (V2a) oder schwarz lackiert (Stahlblech)

c.      Möglichkeit Hoher und niedriger Aufzug (24/)

d.     Auch ohne Sucher mit 48er Aufzug und Außenbajonett

 

3.  Militär Armee

a.     Nur B vor Seriennummer und nach der Seriennummer eine Zahl die mit Minus abgetrennt ist

Endlich gelöst !!!!!

Die Zahl, die mit Minus hinter der Seriennummer abgetrennt war. gibt die Beobachterkompanie an wo diese Robotkamera Verwendung fand.

Es gab beim deutschen Heer 10 Beobachter Kompanien die diese Kameras verwendeten. Die Robot Kameras wurden vom Heeres- Nachrichten- Regiment 40 das aus 10 Kompanien bestand verwendet. Dieses Heeres- Nachrichten- Regiment 40 wurde im 18 Mai 1940 in das Führungs- Nachrichten- Regiment 601 umbenannt. In derKompanie - 5 und  - 6 wurden die meisten Robot Kameras verwendet. 

Bei den anderen Kompanien gelegentlich.Dort wurden je nach Anwendung Leica oder Voigtländer gebraucht. Alle Robot Kameras die vom deutschen Militär eingesetzten Robot Kameras  (Heer ,LW oder Marine) , können unterschiedlich aussehen. Es gibt keinen Standard.Das hat was mit der Materialbeschaffung zu tun gehabt. Auch wäre es im Krieg nicht möglich einen solchen Aufwand einzuhalten und aufrecht zu erhalten. Die Robot Kameras wurden nach dem Krieg entmilitarisiert der meist schwarze Gehäusedeckel wurde entfernt und durch einen nicht lackiert silbernen ersetzt.

b.     Chrom Version/Schwarze Version

c.      Möglichkeit Hoher und niedriger Aufzug (24/48)

 

4.  Militär LW

a.     Nur F vor Seriennummer und der Seriennummer eine Zahl die mit minus abgetrennt ist

b.     Schwarze Version 

c.      Möglichkeit Hoher und niedriger Aufzug (24/48)

d.     LW Eigentum kann eingraviert sein meist aber rausgeschliffen

e.     Das Robot Logo ist meist nur aufgedruckt

f.      Messing Verschluss Leiste

g.     Kleiner als andere Versionen

h.     Teils ohne Sucher nur mi kleiner Bohrung als Sucher

i.        Bei 1/100 s ist ein Bohrung

j.       im Aufzug sind zwei Bohrungen

k.     Die davor befindlichen Objektive sind meist in der Entfernung fixiert bzw. teil kann auch nur eine Blende   eingestellt werden typische Objektive für Lw Robot´s das Carl Zeiss Biotar 2.0 40mm und das Schneider F 3,8 75mm

l. nur Blech kein Va deswegen lackiert.

 

5.  Nachkriegsversionen

a.     Neues Robot Schild Robot Germany

b.     Angeschraubte Stativbuchse

c.      Mit Riffelung griffig gefräste Verschlussleiste

d.     Nur B vor Seriennummer und hinter der Seriennummer keine Zahl

e.     Möglichkeit als Chrom(V2a) oder schwarz lackiert(Stahlblech)

f.      Möglichkeit Hoher und Niedriger Aufzug

g.     Auch ohne Sucher mit 48er Aufzug und Außenbajonett

 

6.  Die der Küstenwache Schweden und Dänemarks Airforce

a.     Neues Robot Schild Robot Germany

                                               i.     Dänemark Airforce

1.     Dänische Krone mit zwei Schwingen auf dem Gehäusedeckel

2.     KFMK im Dreieck eingraviert

                                              ii.     Küstenwache Schweden

1.     Krone und KFL eingraviert

 

 

Alle mir bekannten Typen der Robot II mit Prototypen:

 

·      Robot II Chrom Prototyp von H.Kilfitt 1940

·      Robot II Chrom von H.Kilfitt umschaltbarere Suchermasken 1943-1944 Nachbau nichtgenehmigt von Robot

·      Robot II 24 er Aufzug  Chrom zivil 1939-1952

·      Robot II 24 er Aufzug Chrom für K.F.I für schwedische Küstenwache 1950

·      Robot II 24er Aufzug schwarz für Zivile1939-1952

·      Robot II 48er Aufzug Chrom 1938-1952

·      Robot II 48 er Aufzug schwarz für LW später entmilitarisiert 1938-1948

  Robot II EA Chrom 24er Aufzug ohne Sucher 1939-1952

·      Robot II EB Chrom hoher Aufzug ohne Sucher1939-1952

·      Robot II 48er Aufzug Chrom Dänische Airforce

·      Robot II 24 er Aufzug Chrom Vorserienmuster 1938

·      Robot II 24 er Aufzug Schwarz LW Eigentum1939-1945

·      Robot II 48 er Aufzug schwarz LW Eigentum 1939-1945

·      Robot II 48 er Aufzug schwarz LW Eigentum FL Bestellnummer 1939-1945

·      Robot II 48 er Aufzug schwarz LW Eigentum ohne Sucher1939-1945

·      Robot II 48 er Aufzug schwarz LW Eigentum hintere Sucher ist nur eine kleine Bohrung 1939-1945

·      Robot  375 (Robot II mit Filmmagazin für 375 Bilder) für LW  1939-1940

·      Robot II 24 er Aufzug Chrom Militär Armee 1939-1945

·      Robot II 48 er Aufzug Chrom Militär Armee 1939-1945



Robot II 1939

Robot II 1943

Robot II schwarze Militärversion 1942

Robot II mit Entfernungsmesser 1951

Robot II schwarze Nachkriegsversion 1951 

Robot II 1954

LW Robot mit hohen Aufzug 48er 1942

© Christoph Blau 2013